Hospitality Camp – Praxisforum für die Schweizer Hotellerie

Inspiriert vom Hotel Camp in Koblenz im Vorjahr fand am 9. September 2011 in Zürich-Regensdorf das erste Hospitality Camp in der Schweiz statt. Gabriele Bryant und Bruno Blum (beide Blum, Bryant AG) hatten das Konzept gemeinsam mit Michael Fux (Fachhochschule Westschweiz Wallis) und Reinhard Wittwer (Grand Resort Bad Ragaz) aufgegriffen und damit ein offenes Forum für Fragen und Erfahrungen aus der Praxis für die Schweizer Hotellerie geschaffen. Vor dem Hintergrund rasanter Veränderungen im Buchungsverhalten hin zur online Buchung und damit einhergehender Herausforderungen der neue Kommunikations- und Distributionskanäle in Zeiten des Web 2.0 profitierten 40 Hoteliers und 10 Fach-Spezialisten vom gemeinsamen Erfahrungsaustausch.


HolidayCheck Trainings Logo  

Seminarangebot für Hoteliers und Touristiker: die HolidayCheck Trainings

Das Thema Hotelbewertungen gehört in der Touristik seit langem zum Tagesgeschäft. HolidayCheck ist seit mehr als 10 Jahren das führende Bewertungsportal im deutschsprachigen Raum und verfügt über eine entsprechende Themenkompetenz. Auch beobachten wir die stetig wiederaufflammende Debatte um Bewertungsportale, die oftmals vor allem eines zeigt: Der aktive Umgang mit Bewertungen wird leider immer noch bei einigen Branchenteilnehmern nicht als Mehrwert für Kunden und Anbieter erkannt. Für uns bedeutet dies: es herrscht Handlungsbedarf. Nachdem kleinere Kurse und Vorträge stets mit großem Interesse aufgenommen wurden, starten wir nun eine ganze Seminarreihe mit praxisorientierten Schulungen speziell für Hoteliers und Gastgeber.


Der Schlüssel zum Erfolg  

Erfolgsfaktoren im Hotelvertrieb – Was GDS, SEO & co. bewirken

Neben vielen spannenden Workshops bringt das Destination Camp immer wieder interessante Gespräche mit sich. Dabei bin ich auf das Thema „Erfolgsfaktoren im Hotelvertrieb 2011“ gestoßen, mit welchem sich Ansgar Jahns, Dozent an der Hotelfachschule Hamburg, in seiner neuesten Projektarbeit befasst hat.

Das Whitepaper stellt einen Vergleich zwischen Kettenhotellerie und Privathotellerie auf, in dem das Mercure Hotel Hamburg City sowie das Hotel Grand Elysee auf Kriterien wie Hotelvertrieb, Social Media oder Content untersucht werden.

Dabei stellten sich interessante Key Learnings in drei Bereichen heraus, welche wir Ihnen an dieser Stelle gern präsentieren möchten.


 

Steigerung der Buchungszahlen durch Widgets von Bewertungsportalen

Beim Thema Conversion Rate bzw. deren Steigerung spielen Widgets von Bewertungsportalen eine große Rolle. Um Interessenten, die sich auf der hoteleigenen Webseite informieren auch dazu zu bewegen, eine Buchung zu tätigen, erweist sich die Integration eines Widgets einer Bewertungsplattform als wichtiger Faktor.

Unabhängige Bewertungen auf der eigenen Website schaffen Vertrauen
Interessante Texte, ansprechende Bilder und ein intelligenter Aufbau reichen heute meist nicht mehr aus, um den potentiellen Gast vom Hotel zu überzeugen und zur Buchung zu bewegen. Leider werden zu oft Werbeversprechen gebrochen und mit verfälschten Bildern die Gäste getäuscht. Dies hat den erfahrenen Gast zunehmend kritisch gegenüber den Werbebotschaften von Hotels werden lassen und genau aus diesem Grund ist es enorm wichtig, die notwendige Glaubwürdigkeit an den Interessenten zu vermitteln, um letztlich Interessenten in Bucher zu verwandeln.


 

Bewertungen incentivieren einmal anders

Viele Hotels motivieren Ihre Gäste mit einer kleinen Aufmerksamkeit, eine Bewertung zum Hotel zu verfassen. In vielen Fällen eine Flasche Wein, ein kleiner Gutschein für eine Wellness-Anwendung beim nächsten Besuch oder ein anderes Geschenk.

Vor einigen Wochen wurden wir aus Südtirol kontaktiert, ob wir eine Charity-Initiative mit unserer Kommunikation unterstützen wollen, bei der Hotels pro erhaltener Bewertung einen Spendenbeitrag leisten.

Uns hat diese Idee sehr gut gefallen, denn hier wird die Bewertungsabgabe von einem ganz anderen Blickwinkel gefördert, der auch für ein Hotel sehr interessant sein kann, um dessen Image in Richtung sozialer Verantwortung zu fördern.

Dieses Programm möchten wir an dieser Stelle gerne kurz vorstellen.


 

Verwirrung bei Preisangaben im Hotelvertrieb

Zurückkommend von einem privaten Hotelaufenthalt möchte ich hier gerne ein Thema aufgreifen, dessen Diskussion so alt ist wie der Reisevertrieb selbst:

Zimmerpreise vs. Preisangaben pro Person

Die Vorgeschichte liest sich wie ein müder Klassiker aus der Touristiker-Stilblüten-Fibel:
Ich habe im Januar bei verschiedenen Hotels ein Angebot eingeholt für 7 DZ/HP. Unter den Hotels auch ein (wirklich empfehlenswertes) schönes Hotel, welches mir die 7 DZ für eine Preisspanne von X bis max. Y anbietet.
Nach kurzem Überschlagen im Kopf liegt 7*Y noch absolut im Budget: Gebucht.
Man hätte gut daran getan, noch drei Absätze nach der Preisinformation in der Offerte weiterzulesen. Als nach gelungenem Aufenthalt dann die Gesamtrechnung präsentiert wurde, lagen wir natürlich etwas über Budget – nämlich genau nochmal 7*Y.


Blick auf Bodenmais  

Mit 26 Betten Bewertungen sammeln

Wir haben vor einigen Tagen erfahren,  dass wir zum dritten Mal in Folge den begehrten HolidayCheck Award als eine der beliebtesten 99 Unterkünfte weltweit erhalten haben.

Wir sind sehr stolz auf diesen Erfolg und stellen uns, wie viele andere Gastgeber sicherlich auch, die Frage, wie wir uns als kleines Bed & Breakfast mit nur 26 Betten erneut gegen die vielen großen Sternehäuser behaupten konnten.


Wolf im Schafspelz  

Brennpunkt: Manipulation von Bewertungen

Neulich wurde, ausgelöst durch einen „Insiderbericht“ in der TopHotel, in verschiedenen Medien und Orten das Thema Manipulation von Bewertungen heiss diskutiert.

Ich möchte gerne das Thema kurz aufnehmen, um hier ein paar paradoxe Gegebenheiten zu skizzieren:

    1. Manipulation
      Seit Jahren stehen wir im engen Dialog mit der Hotellerie und ihren Verbänden zu diesem Thema, denn „jedermann“ könne ja das eigene Hotel einfach bewerten und damit dem Hotel und seinem Ruf enormen Schaden zufügen. Portale sollten sicherstellen, daß Bewertungen nur von solchen Gästen abgegeben werden, die auch tatsächlich das Hotel besucht haben.
      Paradox hierbei ist: Manipulationsversuche werden zum allergrößten Teil durch die Branchenvertreter selbst initiiert.

Georg Ziegler im Plenum  

Hotelier 2.0: Der 24-Stunden-Surfer?

Am Dienstag, 07. Dezember 2010 fand in Darmstadt eine Veranstaltung der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar zu Thema „Gäste im Netz! Chancen und Risiken von Web 2.0“ statt. Mit dabei waren nicht nur Georg Ziegler, der einen allgemeinen Vortrag über Hotelbewertungen gehalten hat, sondern auch Stefan Niemeyer, welcher über Social Media im Tourismus referierte. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es dann eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Gefangen im Netz der Bewertungsportale?“, bei der eine interessante Frage aufgeworfen wurde:

Muss ich überall aktiv sein, wo über mich gesprochen wird?

In dem Zusammenhang ist natürlich zunächst zu bedenken:
Kann ich überhaupt überall interagieren und wieviel Zeit kostet mich das?


Nike Logo  

Über Reputation

Starten wir mit einer kurzen Definition von Reputation (nach Gabler):

Reputation ist das auf Erfahrungen gestützte Ansehen (und ggf. auch Vertrauen), das eine Organisation bei anderen Akteuren hat.

Reputation basiert also auf dem Verhalten des Unternehmens in der Vergangenheit und kann somit nicht direkt beeinflusst werden. Image hingegen kann vom Unternehmen selbst gewählt und verändert werden.

Mit Reputationsmanagement versucht man gezielt andere Organisationen oder Individuen (welche am besten selbst über eine hohe Reputation verfügen) dazu zu bringen, positiv über das eigene Unternehmen zu sprechen, um so das Vertrauen zu steigern.